Der Einspritzdruck
wird bei diesem nockengetriebenen System in Abhängigkeit
der Motordrehzahl erzeugt, d.h. mit steigender Drehzahl
erhöht sich der Druck linear.
In Verbindung mit einem elektronischen Steuergerät und
einem Hochdruck-Magnetventil, der sog. EDC (Electronic Diesel
Control), ermöglicht diese zeitgesteuerte Dieseleinspritztechnologie
eine hohe Flexibilität zur Variation der Einspritzparameter.
Damit lassen sich mehrere Einspritzungen in einem Einspritzzyklus
ansteuern und somit vor der eigentlichen Haupteinspritzung
(Main Injection) eine Voreinspritzung (Pilot Injection) ausführen.
Das ermöglicht einen weicheren Verbrennungsablauf, der
besonders beim Kaltstart eine wesentliche Verringerung des
Motorgeräusches zur Folge hat.
Über eine Flügelzellenpumpe,
welche in dem Gehäuse der Verteilereinspritzpumpe
integriert ist, erfolgt die Förderung des
Kraftstoffs vom Tank zur Pumpe. Die Hochdruckerzeugung übernimmt
eine Radialkolbenpumpe mit Nockenring und zwei
bis vier Radialkolben (je nach Bauart). Die Einspritzmenge
wird über die Schließdauer des Hochdruckmagnetventils
gesteuert, der Förderbeginn über den
Schließzeitpunkt des Magnetventils festgelegt.
Die Verstellung des Einspritz-zeitpunktes bezüglich
des Kurbelwinkels des Motors übernimmt der
integrierte Spritzversteller. Dieser wird über
ein getaktetes Magnetventil verstellt.

Nadelhubverlauf mit Voreinspritzung
bei Leerlaufdrehzahl
(Zweifeder-Düsenhalter)
Untersuchungen
Die Untersuchungen an der VP44 beschäftigen sich thematisch
mit dem statistischen Einspritzmengenverhalten in Abhängigkeit
unterschiedlicher Parameter (Ansteuerdauer Magnetventil,
Drehzahl, Drücke, Temperaturen). Zusätzlich können
hier Empfindlichkeits- und Genauigkeitsaussagen über
unterschiedliche Ausrüstungen (Düsenhalterkombinationen)
und Mengenmeßsysteme getroffen werden. Die am Institut
zur Verfügung stehenden Einrichtungen (Moehwald Einspritzpumpenprüfbank,
Kontinuierliches Mengenmeßsystem [KMM], Einspritzmengenindikator
[EMI2]) sowie die erforderliche Meßtechnik zur Erfassung
von Einspritzdrücken, Temperaturen und Nadelhüben
ermöglichen dabei detaillierte Untersuchungsergebnisse.
Als hochspezifiziertes Meßsystem ist der Einspritzmengenindikator
sogar in der Lage, getrennte Messungen der Vor- und Haupteinspritzmengen
durchzuführen.
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